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‚Remote Year‘-Gründer Greg Caplan: 100 Menschen. 18 Locations weltweit. 1 Jahr remote arbeiten.

Interview mit Greg Caplan (Remote Year)

Veränderungen bedürfen oftmals einem Exempel. Einem Ruck. Unsere Arbeitskultur befindet sich derzeit stark im Wandel. So arbeiten stetig mehr Menschen von zuhause. Oder eben von überall auf der Welt. Ob als Solopreneur oder remote als Angestellter. Mit Remote Year startete kürzlich der Amerikaner Greg Caplan ein Projekt, welches die Möglichkeiten des Remote-Arbeitens ausschöpfen soll.

Im Juni 2015 wird sich eine Gruppe an Menschen gemeinsam aufmachen, um den ortsunabhängigen Lifestyle zu erleben und auszukosten. Dabei helfen Greg und sein Team bei der Organisation und nehmen den Teilnehmern vieles ab. Im Interview erzählt uns Greg was genau hinter der Idee von Remote Year steckt und was seine persönliche Motivation war dieses Projekt zu starten.

Was genau ist Remote Year?

Remote Year sind hundert interessierte Menschen, die gemeinsam ein Jahr lang reisen und dabei von unterwegs remote arbeiten.

Was ist dein eigener Background und was genau bietet ihr den Teilnehmern während des Jahres?

Ich habe einen Background im Tech-Sektor. Ich habe für Venture Capital Firmen gearbeitet. Dann habe ich mit ein paar anderen einen Online-Marktplatz gegründet und schließlich an Groupon verkauft. Nach Groupon wollte ich unbedingt reisen, möglichst mit Freunden, und dabei auch remote arbeiten. Aber irgendwie haben meine eigenen Termine nicht mit denen meiner Freunde zusammengepasst. Deshalb bin ich auf die Idee von Remote Year gekommen und setze das jetzt um.

Remote Year kümmert sich um die Reise an sich, Unterkünfte, Aktivitäten und eine Grundlage an Essen und Getränken.

Was sind deine Erwartungen an dieses Projekt?

Ich hoffe, dass wir eine fantastischen Reise haben, bei der interessante Menschen voneinander lernen, während sie gemeinsam die Welt entdecken.

Muss man ein US-Bürger sein oder eine amerikanische Arbeitserlaubnis haben um teilzunehmen?

Nein, das ist keine Bedingung. Wir hoffen auf eine vielfältige Gruppe an Menschen, die so viele unterschiedliche kulturelle Hintergründe wie möglich haben soll.

Wie werdet ihr die 100 Menschen auswählen, die ein Jahr lang zusammen reisen werden?

Wir haben einen strengen Bewerbungsprozess, der uns dabei hilft die Kandidaten gründlich zu untersuchen. Wir wollen sicherstellen, dass die Gruppe vielfältig und dynamisch ist. Jede Person wird seine eigene individuelle Geschichte und Erfahrung mit in die Gruppe bringen.

Werden die Teilnehmer das komplette Jahr reisen oder gibt es Pausen, in denen sie z.B. die Familie besuchen können?

Geplant ist, dass sie das ganze Jahr reisen. Die Teilnehmer werden den genauen Terminplan aber im voraus erhalten. So haben sie die Möglichkeit zu jeder Zeit und aus jedem Grund die Gruppe zu verlassen und zu späterer Zeit wieder dazu stoßen.

Kannst du schon was über die 18 Locations verraten?

Bisher haben wir den Reiseplan noch nicht öffentlich gemacht. Ich kann dir aber verraten, dass wir den größten Teil der Reise in Europa, Asien und Südamerika verbringen werden. Wir werden dort jeweils bequeme Arbeitsplätze mit Internetverbindungen einrichten, die jeden Tag verfügbar sein werden.

Wie sichert ihr ab, dass die Teilnehmer das ganze Jahr über einen Arbeitgeber haben?

Es ist klar, dass wir jedem Teilnehmer mit verschiedenen Dingen helfen werden. Den Job das ganze Jahr über zu behalten wird aber am Ende an dem jeweiligen Teilnehmer liegen.

Für diejenigen, die nicht mitkommen. Werdet ihr den Trip irgendwie dokumentieren?

Ja, wir werden einen engagierten Filmer mitnehmen, der das Jahr entsprechend dokumentieren wird.

Photo credit: Michael Coghlan

      

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Julian Grandke

Julian ist Co-Founder von I Am Digital. Er arbeitet als Creative für eine Berliner Influencer Marketing Agentur und schreibt für verschiedene Blogs.