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Mindspace Gründer Dan Zakai über die Evolution der Coworking-Community

Mindspace Gründer Dan Zakai im Interview

Der Markt an Coworking-Spaces boomt und es ist lange an der Zeit, dass man realisieren muss: the hype is real. Natürlich ist das auch in Berlin so. In der Hauptstadt, mit seiner viel diskutierten Startup-Kultur und dem ständigen Zuwachs des Entrepreneur-Geistes, füllen sich die Coworking-Spaces gut, obwohl immer wieder neue hier und da die Türen öffnen. Das Geschäft der Arbeitsplatzvermietung ist aber auch internationaler geworden. Das wird auch im Gespräch mit unserem heutigen Interview-Gast Dan Zakai deutlich.

Dan eröffnet mit Mindspace im April in der Berliner Friedrichsstraße bereits seinen dritten Coworking-Space. Die ersten beiden Mindspaces betreibt Dan bereits erfolgreich in Tel Aviv.

Neben Berlin soll auch in Hamburg ein Ableger von Mindspace aufmachen. Warum Dan Zakai sich mit seinem Konzept jetzt auf Deutschland konzentriert, was seine Coworking-Philosophie ist und wie sich die Startup-Szene in Tel Aviv von der in Berlin unterscheidet, erzählt er in unserem Interview.

Es gibt viele verschiedene Arten von Workspaces, die gerade überall aufmachen. Was unterscheidet Mindspace vom Rest, was ist eure Philosophie?

Mindspace ist mehr als nur ein gewöhnlicher Coworking-Space und setzt in meinen Augen neue Standards. Mindspace bietet private Büroflächen an, groß und klein, und offene Arbeitsbereiche für Teams in allen Größen, von Entrepreneuren bis zu Early-Stage Startups und KMUs.

Das Mindspace-Konzept spiegelt den Lifestyle seiner Mitglieder wider und bietet 24/7-Zugang zu einer inspirierenden Umgebung, die dir dabei helfen soll, an deinen Träumen zu arbeiten und diese weiter zu entwickeln. Unsere Mitglieder profitieren von einer kuratierten und hochtechnologischen Arbeitsumgebung. Die Community Manager und unsere IT-Teams sorgen dafür, dass unsere Mitglieder alles haben was sie brauchen und führen entsprechend auch unsere Marke.

Für die Mindspace-Mitglieder bestehen viele Möglichkeiten von den besten Führungskräften in unserem Ökosystem zu lernen und weitere Vorteile, wie eigene Fahrräder, wahrzunehmen. Auch sehr zentrale Lagen und ein internationales Netzwerk sind ein Vorteil, wenn du Teil der Mindspace-Community bist.

Du betreibst bereits eine Coworking-Space in Tel Aviv. Weshalb wolltest du einen Workspace in Berlin eröffnen?

Die Mindspace Community ist immer auf der Suche nach dem nächsten Ökosystem von Machern. Berlin und auch Hamburg sind beides umtriebige Hubs für Innovation und Kreativität.

Wie Tel Aviv sind in diesen Städten viele Gründer, Startups und Entrepreneure zuhause. Darüber hinaus gibt es hier viele Young Professionals aus verschiedenen Branchen, die gerne in einer kreativen und flexible Arbeitsumgebung arbeiten möchten.

Es sind pulsierende und inspirierende Orte und damit genau richtig, um die Mindspace Community auszubauen. Und wir planen bereits die nächsten Workspaces in verschiedenen europäischen Metropolen, die wir demnächst verraten werden.

Nach welchen Unternehmensarten und Professionals sucht ihr und was macht für diese Mindspace zu einer guten Arbeitsumgebung?

Unsere Zielgruppe ist sehr weit gefasst. Wir sind offen für jeden. Mindspace bietet voll ausgestattet, sehr technologisch orientierte Arbeitsplätze für eine weite Bandbreite an Professionals. Unsere Community beinhaltet Startups, Freelancer und Kreative genauso wie Firmen in allen Größen, so wie z.B. Tech Stars, Barclays, Coca Cola oder auch ProSiebenSat.1 Media.

Mindspace ist super für all diese Professionals, da wir unseren Hauptfokus auf Community und exzellenten Service legen, damit sich unsere Mitglieder darauf konzentrieren können ihr Business voranzutreiben, während wir ihnen alle Unannehmlichkeiten des eigenen Büros abnehmen. Du arbeitest im Prinzip innerhalb einer kreativen und produktiven Atmosphäre mit anderen Unternehmen, von denen du profitieren oder selbst Partnerschaften aufbauen kannst.

Was ist dein eigener Hintergrund und woher kommt dein Interesse an diesem Sektor?

Ich sehe mich selbst als Entrepreneur. Neue Unternehmen aufzubauen reizt und motiviert mich. Mindspace ist dabei für mich sehr speziell. Es ist eine Mischung aus Kreation, Schönheit und Tech. Wir verändern die Art und Weise wie Menschen arbeiten und daher ist dies eine spannende Zeit für uns.

Hast du selbst viel Zeit in Coworking-Space verbracht bevor du Mindspace gegründet hast?

Ich habe tatsächlich einige Zeit damit verbracht Coworking-Spaces um die Welt zu entdecken und tue das auch immer noch. Es ist ein Sektor mit starkem Wachstum und konstantem Wandel. Es fasziniert mich zu sehen, wie der Markt sich im Laufe der Zeit entwickelt.

Mindspace Berlin - Library

Wie wichtig siehst du es für Coworker zu netzwerken und eine Community aufzubauen?

Du kannst nur davon profitieren in einer Community zu arbeiten. Du kannst neue Business-Beziehungen und sogar Freundschaften aufbauen. Deswegen bieten wir auch keine Tagespässe an. Wir wollen eine konstante Community sein. Damit unsere Kunden sich wohlfühlen können und von bekannten Gesichtern umgeben sind. So wird das Gemeinschaftsgefühl und die Arbeitsatmosphäre gestärkt.

Wir werden demnächst eine App launchen, die diesen Community-Faktor noch einmal betonen wird. Mithilfe der App haben unsere Mitglieder sehr einfach die Möglichkeit andere in unserer weltweiten Community zu kontaktieren und gegeabenenfalls mit diesen zu kooperieren. Außerdem haben wir einige Bereiche in unseren Workspaces, in denen sich Mitglieder treffen und interagieren können.

Israel hat eine boomende Startup-Community. Was sind die Unterschiede zwischen Berlin und Tel Aviv im Startup-Sektor aber auch die Anforderungen von Coworkern?

Israel hat in der Tat eine boomende Startup-Community und es ist eine großartige Umgebung für Startups mit einem starken, vielversprechenden Ökosystem. Wir sehen Ähnlichkeiten mit dem Berliner Ökosystem.

Als wir vor zwei Jahren in Tel Aviv gestartet sind, waren wir die ersten, die einen großflächigen Coworking Space mit starkem Fokus auf Design und Community hatten. Die damals existierenden Coworking Spaces waren verhältnismäßig einfach gehalten. Mit unserem Markteintritt hat sich dieser verändert. In Berlin sehen wir jetzt eine sehr ähnliche Situation wie damals in Tel Aviv. Wir werden einen Coworking Space eröffnen, der sich sehr von allen bestehenden in Berlin unterscheiden wird. Einen Space der eine abwechslungsreiche Community anspricht, die weit über Startups hinausgeht und vom Service-Level auch für größere Unternehmen spannend sein kann.

Bietet ihr Events bei euch an? Was können Menschen hier erwarten?

Bein uns gibt es vielfältige Event-Angebote. Es gibt eine wöchentliche Happy Hour, Vorlesungen, Workshops von Mindspacern und anderen, Massagen, Work-Outs und vieles mehr.

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Julian Grandke

Julian ist Co-Founder von I Am Digital. Er arbeitet als Creative für eine Berliner Influencer Marketing Agentur und schreibt für verschiedene Blogs.