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Kooperationen & Sponsored Posts: Schütze deinen Einfluss!
I Am Digital

Kooperationen & Sponsored Posts: Warum du deinen neuen Einfluss schützen solltest

Kooperationen & Sponsored Posts: Warum du deinen Einfluss schützen solltest

Wenn du halbwegs beständig an deinem Blog, YouTube- oder anderem Social-Media-Kanal arbeitest, kommt es vor, dass die Zahl deiner Leser, Abonnenten, Fans oder Follower steigt. Ab einer gewissen Reichweite kann dies dann auch für größere Marken spannend sein, wenn du mit deinen Inhalten eine für sie interessante Zielgruppe ansprichst. Du bist eben näher dran an diesen Menschen und hast die Möglichkeit auf einer authentischen Ebene mit ihnen zu reden. Diesen Einfluss gilt es zu schützen und zu pflegen.

Wenn nun also eine Marke auf dich zugeht, gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Nicht jedes Angebot ist wirklich hilfreich für deine Entwicklung. Sei dir also absolut sicher, ob du eine Kooperation wirklich machen möchtest.

Influencer Status: Für das Hobby bezahlt werden

Für viele mag es wie ein kleiner Traum sein. Egal ob du es einkalkuliert hast oder von der ersten Kooperations-Anfrage mehr oder weniger überrascht bist. Geld oder Sachwerte zu erhalten, für etwas was man vor allem aus Spaß macht, kann einem ein Lächeln ins Gesicht treiben. Aus Sicht einer Marke hast du jetzt das Label „Influencer“. Wenn du nun realisierst, was vielleicht in Zukunft möglich ist, solltest du vor einer Sache aufpassen: Dollarzeichen in den eigenen Augen.

Denn bei Geld schalten viele Menschen ab. Für das Hobby bezahlt werden, ist doch eigentlich super, oder? Theoretisch ist dem schwer zu widersprechen. Nur ist eben nicht alles Gold was glänzt und es gilt sich an eine Sache zu erinnern: Warum dir überhaupt so viele Leute folgen, unter deinen Beiträgen kommentieren und den Like-Button klicken?

Menschen folgen dir und deinen Inhalten, weil sie dich und das, was du von dir gibst, interessant oder unterhaltsam finden. Sie mögen dich, weil du ein authentisches oder zumindest in sich stimmiges Bild abgegeben hast. Mach dir also bevor du von dem dir angebotenen Geld ein Business Class Upgrade kaufst bewusst, ob das, was dir diese Marke anbietet, zu deinen normalen Updates passt. Ob du es dort glaubwürdig einbinden kannst. Ob du selbst hinter der Idee stehst.

Behalte deine Glaubwürdigkeit

Wenn du anfängst Dinge nur des Geldes wegen zu promoten, wirst du sehr schnell unglaubwürdig. Was dir und der Beziehung mit deiner noch treuen Folgschaft schaden könnte. Wenn diese merken, dass du dich für jeden Mist hergibst und einfach gerne die Hand aufhältst, wird das eurer Beziehung nicht gut tun. Follower und Abonnenten werden sich irgendwann abwenden. Und selbst wenn du weiter wächst, merkst du wie die Interaktion geringer wird oder sich der Tonfall verändert.

Wenn du das erste Mal von einer Marke zu einer Kooperation eingeladen wirst, mach dir ganz genau bewusst, ob du das umsetzen möchtest. Es könnte dir sonst mittel- und langfristig schaden. Du musst deinen Einfluss schützen, um ihn in Zukunft auszubauen.

Sei dir also nicht zu schade Angebote abzulehnen. Hab keine Angst davor. Wir machen das auch immer wieder hier bei I Am Digital. Wir sagen NEIN. Denn wir wollen unsere Plattform hier sinnvoll einsetzen. Und keine Störgeräusche produzieren, die uns zwar Geld bringen, unsere Community aber eher stören und das Bild von uns verschwimmen lässt.

Warum bieten dir Marken Geld für abwegige Themen?

Du magst dich vielleicht fragen, warum dir Marken überhaupt Geld anbieten, um bei dir aufzutauchen, wenn das doch angeblich nicht passt? Wissen die das nicht besser? Nein. Du kennst deine eigene Plattform am Besten. Du weißt wofür du stehst und wo du hin möchtest. Und selbst, wenn du das irgendwo geschrieben hast, sei dir sicher, dass das von manchen Marken nicht berücksichtigt wird.

Das hat verschiedene Gründe. Es gibt zum Beispiel Marken, die kurzfristige Kampagnen starten und daher nur Zeit haben sich oberflächlich mit deinen Inhalten auseinanderzusetzen. Andere Marken haben Probleme für ihr Thema reichweitenstarke Influencer zu finden, weil sie sich in einer ziemlichen Nische befinden. Sie schauen sich deshalb links und rechts von dieser Nische um und landen gegebenenfalls auch nur durch Zufall bei dir.

Es gibt auch Fälle, in den Marken neue Zielgruppen erreichen möchten und deshalb ganz bewusst ihr Glück bei dir versuchen. Bist du z.B. ein reiner Fashion-Blogger, kann es gut sein, dass auch Sport- oder Food-Marken auf dich zukommen. Vielleicht siehst du auf deinen Bildern sportlich und gesund aus. Dann versuchen diese gerne darüber eine neue Zielgruppe zu erschließen. Es liegt an dir zu entscheiden, ob das Thema auch für dich Sinn macht.

Bewusste Entscheidungen treffen bei Kooperationen

Ich möchte dir gar nicht erzählen, dass es schlecht ist Geld für Kooperationen von Marken zu verlangen. Manche Kooperationen können dir sicherlich auch inhaltlich und nicht nur finanziell etwas bringen. Alles was ich sagen möchte ist, dass du bewusste Entscheidungen für oder gegen einzelne Kooperationen treffen solltest.

Du brauchst keine Angst haben nein zu sagen. Es gehört dazu und dein Gegenüber ist das auch gewohnt. Es bleibt am Ende deine Plattform und du musst entscheiden, wie du deinen Einfluss richtig nutzen kannst. Solltest du ablehnen, gilt es, wie eigentlich immer, freundlich zu bleiben. Nimm dir im besten Fall zwei Minuten und begründe deine Entscheidung.

Denn viele Marken werden durch Agenturen vertreten, die auch andere Kunden betreuen, welche vielleicht besser zu dir passen. Wäre doch schade, wenn du dir hier den Weg verbaust. Und selbst wenn du von einer Marke für Kooperationen direkt angesprochen wirst, denke darüber nach, dass Menschen auch mal Job und Branche wechseln. Die Influencer-Ansprache als Teil ihrer Arbeit bleibt aber oftmals erhalten.

Photo Credit: Camila Cordeiro

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Julian Grandke

Julian ist Co-Founder von I Am Digital. Er arbeitet als Creative für eine Berliner Influencer Marketing Agentur und schreibt für verschiedene Blogs.