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Neue Arbeitswelt: Die Vorteile von Coworking Spaces
I Am Digital

Darum solltest du ab und an von Coworking Spaces aus arbeiten

Coworking Spaces

Coworking Spaces sind zu einem festen Bestandteil von I Am Digital geworden. Nicht nur, weil die flexiblen Arbeitsorte in unseren Breitengraden angesagter sind denn je und wir das Thema regelmäßig im Blog aufgreifen. Julian und ich nisten uns gerne zum Coworken ein und sind selbst große Fans des Konzeptes. Grund genug, um auch dich davon zu überzeugen, warum ein Coworking Space der ideale Arbeitsplatz ist.

In den vergangenen Jahren haben Julian und ich verschiedene Coworking Spaces besucht, um von dort aus berufliche und nebenberufliche Projekte voranzutreiben. Während ich mich hauptsächlich an meinem ehemaligen Wohnort in Offenburg einquartierte, machte es sich Julian unter anderem in der Berliner Szene bequem.

Nebenbei beobachteten wir das Aufblühen der hiesigen Coworking-Szene und erfreuten uns daran, wie weitere Büros – wie zum Beispiel der heimathafen in Wiesbaden oder die breidenbach studios in Heidelberg – das Tageslicht erblickten und großen Anklang bei ihrer Zielgruppe fanden. Eine schöne Entwicklung, zumal Coworking noch ein relativ junges Thema ist, schließlich wurde mit „The Hat Factory“ der erste offizielle Coworking Space erst im Jahr 2005 in San Francisco eröffnet.

Für wen sind Coworking Spaces geeignet?

Die Frage, wie der typische Coworker aussieht und welchen Background er hat, lässt sich nicht wirklich beantworten. Zu dieser Erkenntnis kam ich, als ich mich im vergangenen Jahr mit eben dieser Frage an Magdalena vom SunDesk in Marokko wandte, die mir antwortete, dass es den Otto-Normal-Coworker nicht gibt. So hat sie bis dato vom Programmierer über den CEO eines englischen Reinigungsunternehmens bis hin zum Metzger die unterschiedlichsten Entrepreneure zu Gast gehabt.

Ein klarer Coworker lässt sich also nicht herauskristallisieren. In der Regel, ohne sich auf einzelne Branchen zu versteifen, sind es jedoch die folgenden Unternehmertypen, die auf Coworking Spaces zurückgreifen und von dort aus ihr Business pflegen: Start-Ups, Sidepreneure, Freelancer, Projektteams, Digitale Nomaden, Studenten, Jungunternehmer, Blogger, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Gründer.

Welche Vorteile bieten Coworking Spaces?

Sofern du noch nicht in einem Coworking Space warst und von dort aus gearbeitet hast, mag es dir vielleicht etwas spanisch vorkommen, warum jemand seinen Schreibtisch (egal, ob an der Arbeit oder im Home Office) verlässt, um von dort zu arbeiten, zumal er dafür auch noch Geld bezahlt. Dieser Gedankengang ist durchaus nachvollziehbar, jedoch überwiegen die Vorteile, die das Arbeiten in Coworking Spaces mit sich bringt.

Um dir einen besseren Überblick zu verschaffen, habe ich die Vorteile in die vier Kategorien Ausstattung, technische Infrastruktur, Community und Fokussierung.

Ausstattung

Gerade Unternehmer, die ganz frisch in ihre Selbstständigkeit starten, oder Digitale Nomaden, deren Büro lediglich aus ihrem Notebook besteht, verfügen oftmals nicht über das nötige Equipment. Daher sind Coworking Spaces mit ihren Schreibtischen, ergonomischen Bürostühlen, Ablagefächern und vollautomatischen Kaffeemaschinen eine gelungene Abwechslung zum eigenen, meist auf einen Rucksack komprimierten, Arbeitsplatz.

Auch Start-Ups und kleine Unternehmen dürfen sich an der Ausstattung erfreuen und müssen bei Zuwachs in ihrem Team nicht etwa ihr Büro ausbauen, sondern können in Coworking Spaces bequem einen weiteren Platz hinzubuchen. Flexibilität ist hierbei das Zauberwort und gleichzeitig der große Mehrwert.

Bei einem Coworking Space bist du nicht nur auf einen Arbeitsplatz beschränkt, sondern hast häufig die Möglichkeit, einen Meetingraum für Kundengespräche oder einen Konferenzraum für Vorträge kostenlos zu reservieren. Gerade für Jungunternehmer im Dienstleistungssektor ein wichtiger Faktor.

Viele Betreiber bieten zudem an, eine Geschäftsadresse auf den Coworking Space anzumelden, sodass sämtliche Post bequem in deiner Ablage landet. Kommt dann noch eine Getränkeflatrate dazu und steht ein Süßigkeitenautomat in der Ecke, dann sollten all deine Bedürfnisse befriedigt sein. Oder kann deine Ausstattung im Home Office mithalten?

Technische Infrastruktur

Egal, an welchem Ort auf der Welt du arbeiten willst, eine Voraussetzung für eine produktive Arbeit, hat stets oberste Priorität. Die Rede ist von einer sicheren Internetverbindung, schließlich findet über das World Wide Web ein Großteil deiner Kommunikation im B2B- oder B2C-Bereich statt. Anders als beim Arbeiten von Cafés aus ist ein Internetzugang selbst in Coworking Spaces auf exotischen Inseln stabil.

Des Weiteren kannst du in Coworking Spaces auf verschiedene Hardware-Komponenten zugreifen. Einen Drucker und einen Scanner gibt es in nahezu jeder Büroeinheit. Manche Betreiber bieten dir außerdem einen zusätzlichen Monitor an oder gar einen Desktop-PC, von dem aus du deine tägliche Aufgabenliste abarbeiten kannst.

Wenn du dir nicht sicher bist, wie gut die Internetverbindung ist und welche Hardware dir zur Verfügung steht, dann erkundige dich einfach auf der jeweiligen Webseite oder Frage im Vorhinein bei einem Mitarbeiter des Coworking Spaces nach. Eine schnelle Antwort ist ein weiteres Indiz dafür, dass du in deinem angemieteten Büro bestens aufgehoben sein wirst.

Community

Nicht jeder arbeitet gerne Woche für Woche ganz alleine von zu Hause aus. Der Kontakt zu Gleichgesinnten fehlt genauso wie ein kurzes Pläuschchen an der Kaffeebar. Ich arbeite zwischendurch zwar sehr gerne ganz alleine für mich, um meine Taskliste möglichst schnell abzuarbeiten, ein soziales Umfeld ist mir aber mindestens genauso wichtig, damit ich die Lust an meinen Projekten nicht verliere.

Doch das kollaborative Arbeiten hat diesbezüglich noch eine ganze Reihe anderer Vorteile, von denen es so viele gibt, dass ich sie dir kurz in Stichpunkten auflisten möchte:

  • Durch das Austauschen mit anderen Coworkern profitierst du von deren Wissen und kannst dich dadurch weiterbilden.
  • Du vergammelst nicht vor deinem Monitor und verendest in purer Einsamkeit.
  • Betreiber von Coworking Spaces bieten oftmals Sideevents mit Vortragsreihen oder Netzwerkveranstaltungen an.
  • Du knüpfst neue Kontakte, mit denen du vielleicht sogar gemeinsame Projekte angehst oder die zu deinen Kunden werden.
  • Die meist lockere Atmosphäre hilft dir dabei zwischendurch bei einem netten Gespräch einfach mal abzuschalten.
  • Der Ortswechsel und Kontakt zu anderen sorgt dafür, dass du deine Work-Life-Balance besser in den Griff bekommst und deine Arbeit nicht mit nach Hause nimmst.

Fokussierung

Wie bereits erwähnt muss es nicht immer ein Nachteil sein, von zu Hause aus zu arbeiten. Deine Taskliste freut sich in der Regel über ein schnelles Abarbeiten. Dass die Effektivität in einem Coworking Space ebenso gut ist, kann ich nur bejahen, schließlich wirst du durch den Spirit anderer Coworker mitgezogen und zusätzlich motiviert.

Zudem sorgen andere Coworker für eine gewisse Inspiration, sei es durch deren Zielsetzungen und Projekte, an denen sie arbeiten, oder durch intensive Gespräche während der Pausen. Es ist nicht nur die Inspiration, die schier ansteckend ist, sondern auch die Produktivität, die bei mir beim Coworken stets sehr hoch ist und nicht zuletzt an der Passion liegt, die jeder Coworker für sein Projekt oder Business versprüht.

In der Vergangenheit habe ich sehr gerne im Home Office gearbeitet, muss jedoch gestehen, dass mir nach einigen Tagen in Folge die Decke auf den Kopf fällt. Tagtäglich die gleichen vier Wände um sich zu haben, vor allem auch nach getaner Arbeit, haben nicht nur meiner Kreativität geschadet, sondern auch erheblichen Einfluss auf meine Work-Life-Balance gehabt. Wirklich abschalten funktioniert – zumindest bei mir – nur bei einem regelmäßigen Tapetenwechsel.

Wie wäre es mit Arbeiten auf Probe?

Bleibt festzuhalten, dass das Arbeiten in Coworking Spaces nicht nur einen gewissen Spirit verleiht und auf Grund der Atmosphäre zu mehr Inspiration und Kreativität verhilft. Es steigert auch die Produktivität, fördert den Austausch mit Gleichgesinnten und schafft gewisse Routinen, um mehr Ordnung in den Arbeitsalltag zu bekommen.

Außerdem musst du kein Einzelkämpfer sein, um es dir in Coworking Spaces gemütlich zu machen. Längst haben sich dort auch kleine Projektgruppen von Studenten, Start-Ups und junge Unternehmen angesiedelt, um ihre Projekte voranzutreiben. Ob Coworking Spaces für dich geeignet sind und sie trotz zusätzlicher Kosten, einer nicht immer gewährleisteten Ruhe und der Anfahrtswege lohnenswert für dich sind, solltest du einfach mal testen.

Abschließend würde ich mich noch freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt, welche Erfahrung du bisher mit Coworking Spaces gemacht hast und was ausschlaggebend für dich war, auf das Großraumbüro 2.0 zurückzugreifen. Oder falls du noch nicht in Coworking Spaces gewesen bist: Was hat dich bisher davon abgehalten und gibt es noch Fragen zu dem Thema, die dir auf der Seele brennen?

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Daniel Schöberl

Daniel ist Co-Founder von I Am Digital und mittlerweile selbst als Digitaler Nomade unterwegs, wo er sich mit Dienstleistungen im Sportmarketing, seinen Blogs und weiteren Online-Projekten seine Brötchen verdient.