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Arbeiten bei Hitze: 14 Tipps, um einen kühlen Kopf zu bewahren

Arbeiten bei Hitze

Digitale Nomaden neigen dazu, dem heimischen Winter zu entfliehen und bei bestem Sommerwetter in exotischen Ländern fernab von Schnee und Kälte zu arbeiten. Das hört sich gut an, gearbeitet werden muss aber trotzdem und nicht etwa im wohltemperierten Büro, sondern in Meeresnähe mit Temperaturen jenseits der 25° Grad. Wie du bei so einer Hitze dennoch einen kühlen Kopf bewahrst, erfährst du im heutigen Beitrag.

Ab einer bestimmten Temperatur, nämlich den besagten 25° Grad sinkt die Leistungsfähigkeit. Dies macht sich nicht nur in Form von Schweißausbrüchen, Müdigkeit, Herz-Kreislaufstörungen und Konzentrationsschwächen bemerkbar, sondern wirkt sich vor allem auch negativ auf die Produktivität aus. Für die Umsetzung diverser Projekte wird somit mehr Zeit benötigt, was extrem ärgerlich ist, hast du als Digitaler Nomade doch gerade das Meer vor der Tür liegen.

Um diesem Dilemma zu entgehen habe ich ein bisschen recherchiert, wie sich die Produktivität bei hohen Temperaturen aufrecht erhalten lässt. Die in Form von 14 Tipps gesammelten Ergebnisse beziehen sich natürlich nicht nur auf das Arbeiten von exotischen Orten aus, sondern lassen sich auch wunderbar auf normale 9-to-5-Jobs, die Klausurenzeit im Studium oder was auch immer anwenden. Wichtig ist nur, dass es unerträglich heiß ist und du trotz der Hitze möglichst effizient sein möchtest.

14 Tipps gegen einen heißen Arbeitsalltag

Bevor ich lange um den langen Brei herum schreibe und du entweder zerfließt oder einen Hitzeschlag in der prallen Sonne erleidest, hier die fülle an Tipps, wie du bei hohen Temperaturen dennoch das Letzte aus dir herausholst:

  1. Die kühle Nacht ausnutzen: Für intensive Durchlüftung der Räume sorgen, am besten mit einem Durchzug. Fenster am Morgen wieder schließen und geschlossen halten.
  2. Einen (Tisch-) Ventilator aufstellen: Dieser bringt kühle Luft an den Arbeitsplatz, sollte aber nur aufgestellt werden, wenn du die Zugluft auch tatsächlich verträgst.
  3. Die Klimaeinlage einschalten: Die Differenz zwischen Außen- und Innentemperatur darf nicht zu groß sein (max. 6° Grad), da sonst entweder die Gefahr eines Hitzeschocks beim Verlassen des Arbeitsplatzes besteht oder dir eine Erkältung droht.
  4. Arbeitszeit clever einteilen: Wenn du flexibel bist, solltest du die Zeit in den heißen Mittagsstunden meiden und stattdessen im Wasser planschen oder eine Siesta machen und in den frühen Morgenstunden oder abends arbeiten.
  5. Direkte Sonneneinstrahlung umgehen: Die Jalousien oder das Rollo benutzen. Falls du beides nicht hast, ein Tuch vor das Fenster hängen oder eine dunkle Ecke im Raum aufsuchen. Dies hilft nicht nur im Kampf gegen die Hitze, sondern sorgt auch für einen Blick auf den Bildschirm ohne Spiegeln.
  6. Kühle Tücher in den Nacken legen oder ein kaltes Fußbad nehmen: Durch das erfrischende Wasser kühlt der komplette Körper ab, sodass sich automatisch das Hitzeempfinden verringert.
  7. Trinken, trinken und nochmals trinken: Um den Wasserhaushalt des Körpers durch die Wärme auszugleichen mehr als gewöhnlich trinken. Dabei nicht alles auf einmal in dich reinschütten, sondern eher öfter und in kleinen Mengen verzehren. Greife vorzugsweise auf Wasser oder Getränke mit Elektrolyten und Mineralstoffen, die durch das Schwitzen verloren gehen, zurück.
  8. Leichtes Essen bevorzugen: Esse Obst und Gemüse, damit der Körper nicht zu viel mit der Verdauung beschäftigt ist, wodurch du schneller ermüdest. Eine Banane zwischendurch ist zum Beispiel ideal, um den Mineralstoffhaushalt auszugleichen und Energie zu tanken.
  9. Geeignete Kleidung tragen: Luftige und lockere Kleidung hilft dabei einen Wärmestau und damit Schweißattacken zu vermeiden. Anstatt Jeans, Socken und Hemd also lieber eine kurze Hose oder gleich die Badehose, FlipFlops und ein luftiges T-Shirt.
  10. Abkühlung am Wasserhahn suchen: Es muss nicht gleich der Kopf sein, der unter den Wasserhahn gehalten wird. Es reicht auch, wenn du Wasser über die Handrücken laufen lässt, was den Körper wieder etwas belebt.
  11. Pausen nicht in der glühenden Sonne verbringen: Sonne macht glücklich, keine Frage. Aber zu viel davon bewirkt genau das Gegenteil. Bei den Pausen daher Kopfbedeckung tragen, Sonnencreme benutzen, eine Sonnenbrille aufziehen und nicht zu lange in der Mittagssonne aufhalten.
  12. Ab und an die Beine hochlegen: Einfach ein paar Minuten auf den Boden legen und die Beine in die Luft strecken oder auf dem Stuhl ablegen. Das entlastet nicht nur die Gefäße, sondern beugt dem Anschwellen deiner Füße vor.
  13. Hochleistungssport auf kühlere Tage verschieben: Anstrengender Sport führt dazu, dass der sowieso schon durch die Hitze geschwächte Körper noch mehr belastet wird. Also anstatt eines 10-Kilometer-Laufes lieber eine gemütliche Runde schwimmen oder Fahrrad fahren.
  14. Meide Koffein: Kaffee & Co. bringen dich auf Grund ihres Koffeingehalts noch mehr ins Schwitzen. Also steige um und stille deinen Durst lieber mit Smoothies oder einem Glas kaltem Wasser mit Zitrone.

Genieße den Sommer und sei produktiv

Ausreden, um ganze Tage am Pool, den Stränden und Schwimmbädern dieser Welt zu verbringen solltest du nun keine mehr haben. Klar, wird trotz der obigen Tipps, deine Produktivität an besonders heißen Tagen leiden, aber du kannst der drohenden Müdigkeit sowie der sinkenden Konzentrations- und Leisungsschwäche entgegenwirken.

Mein Rezept gegen die Sommerhitze sieht in der Regel so aus: Sehr früh aufstehen, anspruchsvolle und wichtige Aufgaben zuerst erledigen, nach dem Mittagessen eher anspruchslose Punkte abarbeiten, irgendwo ins Wasser hüpfen, um eine Runde zu schwimmen und abends nochmals das Notebook anschmeißen. Den ganzen Tag über trinke ich sehr viel, trage luftige Kleider und schalte, wenn es sein muss, ab und an den Ventilator an. So komme ich relativ gut durch einen heißen Sommertag.

Wie sieht dein Rezept gegen die hohen Temperaturen aus? Hast du vielleicht einen Geheimtipp, den ich nicht genannt habe, der aber eine außerordentlich große Wirkung versprüht? … Ach ja, vergesst vor lauter Arbeit nicht, den Sommer zu genießen und mal eine Pause einzuschalten, schließlich setzt Sonne Endorphine frei und macht glücklich.

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Daniel Schöberl

Daniel ist Co-Founder von I Am Digital und mittlerweile selbst als Digitaler Nomade unterwegs, wo er sich mit Dienstleistungen im Sportmarketing, seinen Blogs und weiteren Online-Projekten seine Brötchen verdient.