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Wie du einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellst

So erstellst du einen Redaktionsplan für deinen Blog

Egal ob du deinen Blog alleine führst, ihr ein kleines Team seid oder du regelmäßige Gastautoren hast: ein Redaktionsplan für deinen Blog lohnt sich. Denn es ist wichtig, dass du – wenn du das Bloggen ernst nimmst – deine Inhalte ein paar Wochen im voraus planst. So erhält dein Blog mehr Struktur, du hast eine bessere Übersicht was zu erledigen ist und du wirst nicht plötzlich überrascht, dass diese Woche gar kein Blogpost vorbereitet ist.

Natürlich kannst du den Redaktionsplan für deinen Blog jederzeit anpassen. Wenn es zum Beispiel ein tagesaktuelles Thema gibt oder du auf einer Konferenz ein spannendes Interview aufgenommen hast, schieb es in deinem Redaktionskalender einfach dazwischen.

Warum du einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellen solltest

Im heutigen Beitrag zeige ich dir genau, warum du einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellen solltest, was dabei zu beachten ist und welche Tools du dafür benutzen kannst. Keine Angst, es gibt auch viele kostenlose Tools für die Erstellung eines Redaktionsplans. Welche dies genau sind, dazu kommen wir später.

Ein Redaktionsplan soll dir dabei helfen, für deinen Blog regelmäßig neue Inhalte zu erstellen. Nehmen wir mal an, du hast dir vorgenommen jeden Dienstag einen neuen Beitrag zu veröffentlichen. Wenn du nicht im voraus geplant hast, über was du nächsten Dienstag schreiben möchtest, kommst du leicht in Stress.

So helfen regelmäßige Beiträge dem Erfolg deines Blogs

Denn gerade wenn viel zu tun ist, kommt dieser verflixte Dienstag schneller als du gerne möchtest. Oftmals unbemerkt. Wenn dir dann kein Thema einfällt, kommst du schnell in Verzug.

Oft führt dann eins zum anderen und dein Blog verliert die Regelmäßigkeit. Je mehr sich Dinge in deinem eigentlichen Plan verschieben, desto frustrierender wird es und umso schwerer fallen dir neue Themen für einen Blogpost ein. Dann halt nicht.

Warum solltest du dir überhaupt darüber Sorgen machen? Ganz einfach: Regelmäßige Beiträge heißen für deinen Blog mehr Traffic. Wenn der Erfolg deines Blogs dir also wichtig ist, beachte die folgenden Tipps und lerne wie du einen Redaktionsplan für deinen Blog erstellst.

Was du beim Erstellen eines Redaktionsplans beachten musst

Bevor du anfängst den Kalender anzulegen, solltest du dir noch einmal über ein paar allgemeine Sachen zu deiner Blog-Strategie bewusst werden. Egal ob du diese schon ausformuliert hast oder gerade das erste Mal darüber nachdenkst, notiere dir am Besten ein paar Stichworte zu den folgenden Punkten:

1. Wie viele Blogposts schaffe ich pro Woche / Monat zu schreiben?

Wenn du bereits länger bloggst solltest du dafür mittlerweile ein Gefühl haben. Solltest du dir nicht sicher sein, dann schaue dir an, wie viele Beiträge du in den letzten 8 Wochen geschrieben hast und versuche den Durchschnittswert einzuplanen.

Fängst du gerade erst an mit dem Bloggen, dann beginne mit einem Blogpost pro Woche und passe diesen Wert bei Bedarf nach vier und dann ggf. nochmal nach acht Wochen ein wenig an. Manchmal brauchst du eine Weile, um dafür ein Gefühl zu bekommen.

Außerdem bist du in den ersten 2-3 Wochen meistens so motiviert, dass du deutlich mehr Beiträge pro Woche schreibst, als du auf Dauer schaffen kannst. Sei realistisch und überprüfe deinen Fortschritt.

2. Bestimme Rubriken für deinen Blog

Überlege dir welche deiner Rubriken bisher gut gelaufen sind und wo du die besten Beiträge geschrieben hast. Lege daraufhin ein paar Hauptkategorien für deinen Blog fest, über die du in den nächsten Monaten schreiben möchtest.

Je weniger Beiträge du schreibst, desto weniger Hauptkategorien solltest du für den Anfang wählen. Versuche dich also in den nächsten Monaten vor allem an diese Kategorien zu halten. Damit wird es dir leichter fallen, dass Leser in deinem Blog hängen bleiben und mehr als einen Artikel bei dir lesen.

3. Brainstorming und Recherche

Bevor du einen Redaktionsplan für deinen Blog anlegst, solltest du bereits ein paar Ideen für Beiträge haben. Wenn du also aktuell keine oder nur wenige Ideen für deinen nächsten Blogbeiträge hast, dann beginne mit einem kleinen Brainstorming.

Schaue dir dabei erst einmal deine Hauptkategorien an und überlege, welche Themen dir dazu einfallen. Wenn du zu diesen Kategorien bereits Beiträge geschrieben hast, dann schau dir an ob sich zu irgendeinem Beitrag ein Follow-Up anbietet, den du später mit dem ersten Beitrag verlinken kannst.

Fällt dir selbst überhaupt nichts ein, kannst du natürlich die Themen auch googlen oder in sozialen Netzwerken recherchieren, welche Fragen und Interessen Nutzer zu deinen Hauptthemen haben. Dazu eignen sich zum Beispiel Facebook-Gruppen zu deinem Blog-Thema oder Wissensnetzwerke wie Quora oder deutsche Angebote wie GuteFrage.net.

Außerdem bietet es sich an, Artikelideen zu Feiertagen und größeren Events vorzubereiten.

Welche Tools dir helfen einen Redaktionsplan für deinen Blog zu erstellen

Hast du genügend Ideen vor dir? Super, dann schauen wir uns jetzt ein paar Tools an, mit denen du den Redaktionsplan für deinen Blog umsetzen kannst. Dabei gibt es drei verschiedene Formen von Redaktionsplänen.

1. Redaktionspläne für Excel & Google Drive

Eine sehr einfache Variante ist natürlich sich mit ohnehin verfügbaren Tools auseinanderzusetzen und mit Excel, Numbers oder Google Drive einen Plan anzulegen. Wer ohnehin öfters mit solchen Tools arbeitet, sollte die Funktion kennen. Und mit Google Drive können auch Teams gemeinsam an einem Dokument arbeiten.

Da du nicht der erste Mensch bist, der einen Redaktionsplan braucht, gibt es auch schon einige hilfreiche Vorlagen, die du einfach übernehmen kannst.

Hier ist eine kleine Auswahl:

  • Blog Editorial Calendar (Excel) von Hubspot
  • Editorial Calendar (Excel) von Shareaholic
  • Editorial Calendar Templates für Google Drive
2. Redaktionspläne für WordPress & Online Tools

Wie du weißt, mögen wir es digital. Es gibt ein paar gute Tools, die du online verwalten kannst. Wenn du einen Redaktionsplan für deinen Blog online anlegen möchtest und WordPress als Blog-Software verwendest, hast du sogar doppelt Glück. Denn es gibt ein paar spannende Tools, die sich sehr gut in WordPress-Blogs integrieren lassen.

I. WordPress Editorial Calendar

Der WordPress Editorial Calendar ist die vermutlich einfachste Lösung für deinen WordPress-Blog. Die Anzahl der Funktionen ist absolut ausreichend, wenn du die Übersicht behalten möchtest und dazu noch sehr einfach zu bedienen. Momentan verwenden wir dieses Plugin übrigens auch bei I Am Digital.

Das folgende Video zeigt dir, was der WordPress Editorial Calendar kann:

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II. CoSchedule

CoSchedule ist ein kostenpflichtiges Tool, welches du ab 9$ im Monat nutzen kannst. Das Tool hat neben einem ausgereiften Redaktionsplan für deinen Blog, auch sehr interessante Sharing-Funktionen für Social Media und zudem noch einige weitere interessante Redaktions- und Tracking-Funktionen, welche monatlich allerdings etwas mehr kosten. CoSchedule lohnt sich insbesondere für Teams von professionellen Blogs. Das Tool lässt sich mit und ohne WordPress verwenden.

Wenn dich interessiert wie CoSchedule genau funktioniert, dann werfe ein Blick auf das folgende Video:

YouTube

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III. Edit Flow

Edit Flow ist ebenfalls ein Tool, welches mit erweiterten Funktionen aufwartet. Das kostenlose WordPress-Plugin bietet insbesondere für redaktionelle Absprachen und Budgets für Inhalte ein paar interessante Funktionen. Jedoch wurde dieses Projekt seit längerer Zeit nicht mehr aktualisiert.

3. Redaktionspläne zum Ausdrucken

Natürlich kann man Redaktionspläne auch für einen gewissen Zeitraum ausfüllen und dann ausdrucken. Oder auch so ganz oldschool die Vorlage per Hand ausfüllen. Je nach Größe und Organisation deines Blog-Teams, kann das mehr oder weniger Sinn machen. Führst du den Blog aber zum Beispiel allein und stehst auf Papier, dann mag dies eine gute Option für dich sein.

Hier findest du ein paar kostenlose Vorlagen:

  • Editorial Calendar von My DIY Life
  • Editorial Calendar von Handmade Success
  • Editorial Calendar von ok, enjoy

Fazit: Letzte Hinweise zur Arbeit mit Redaktionsplänen

Egal mit welchem Tool oder Template du einen Redaktionsplan für deinen Blog anlegst, ist es wichtig, dass du am Ende damit effizienter arbeiten kannst. Achte deshalb beim Planen deiner Inhalte darauf, dass es Abwechslung in den gewählten Hauptthemen gibt.

Du solltest außerdem deine Inhalte von nun an möglichst immer mindestens 3-4 Wochen im Voraus planen. Sonst wiederholt sich der Planungsprozess zu oft und du verlierst sinnlos Zeit.

Setze dich in jedem Fall nach den ersten vier und acht Wochen hin und analysiere, wie sich deine Arbeit zum Positiven verändert hat und was du noch verbessern musst. Wenn du noch nicht so viel mit solchen Tools gearbeitet hast, kann es sein, dass du zwei bis drei weitere Wege ausprobieren musst, bis du dich wohl damit fühlst. Doch dann solltest du langsam die besseren Ergebnisse deines Blogs spüren können.

Hast du noch weitere Tipps produktiver beim Bloggen zu werden? Dann teile deine Tipps gerne unten in den Kommentaren.

Photo credit: Daria Nepriakhina

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Julian Grandke

Julian ist Co-Founder von I Am Digital. Er arbeitet als Creative für eine Berliner Influencer Marketing Agentur und schreibt für verschiedene Blogs.