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Was sind eigentlich digitale Nomaden?

Was sind digitale Nomaden?

Als Digital Lifestyle Magazin beschäftigen wir uns hier in erster Linie mit der Umwelt digitaler Nomaden. Doch was genau sind eigentlich diese digitale Nomaden?

Während wir uns dieser Frage bei I Am Digital regelmäßig in einzelnen Details widmen werden, wollen wir uns heute doch mal auf die Suche nach grundlegenden Definitionen machen.

Digitale Nomaden – eine grundlegende Definition

Der erste Blick geht wie bei jeder Frage heutzutage natürlich zu Wikipedia. Dort heißt es.

„Ein Digitaler Nomade (auch: Internet-Nomade) ist ein Unternehmer oder auch Arbeitnehmer, der fast ausschließlich digitale Technologien anwendet um seine Arbeit zu verrichten und der einen Lebensstil führt, der eher als nicht sesshaft, ortsunabhängig oder multilokal zu bezeichnen ist. (..) In der Regel handelt es sich um Wissensarbeiter, die ihre Arbeit dank dem Internet unabhängig von einem bestimmten Ort ausführen können” (Wikipedia)

Das wichtigste Kriterium ist also, und da sind sich alle einig, die Ortsunabängigkeit. Den Vorteil dadurch beschreibt Tim Chemoy, digitaler Nomade, in seinem Blog Earthcity wie folgt: „Theoretisch könnte er/sie sofort seine Koffer packen und von einem anderen Ort der Arbeit nachgehen.”

Unabhängig per Internet

Ein wichtiges Wort ist hier allerdings „theoretisch”. Zwar können digitale Nomaden von überall arbeiten wo sie einen Internetzugang haben. Aber es bedeutet nicht zwingend, dass sie häufig den Ort wechseln müssen. Auch wenn dies möglich ist und mancher Nomade so handhabt.

Die Ortsunabhängigkeit definiert sich also auch ein wenig über einen Wandel unserer Kommunikation. So müssen digitale Nomaden ihren Wohn- und Arbeitsort nicht nach Kunden oder Arbeitgebern ausrichten.

Alte Arbeitsmodelle vs. neue Möglichkeiten

Nomadin und Yogalehrerin Bettina Jansens macht deutlich, dass das Festhalten an starren Arbeitsmodellen für viele Menschen keinen Sinn mehr ergibt. Die Mutigen definieren die Regeln für sich neu. Weil sie es können.

Auf oh my yogi schreibt Bettina: „Der digitale Nomade ist jemand der sich darauf spezialisiert hat seinen Lebensunterhalt über das Internet zu verdienen, und somit frei in der Gestaltung seiner Arbeitszeit und seines Arbeitsortes ist.”

Kritik am Begriff

Selbst unter Reisebloggern und vermeintlichen digitalen Nomaden selbst gibt es auch immer wieder kritische Betrachtungen zum Thema und insbesondere zum Begriff des digitalen Nomaden.

Johannes Klaus schreibt z.B. in seinem Blog Reisedepeschen dazu: „Fast keiner der neuen ‚Nomaden‘ zieht wirklich durch die Welt, und lebt das, was der Begriff impliziert. Zumeist hat man seinen schön geregelten Wohnsitz in Deutschland und geht überdurchschnittlich oft ins Ausland. Und dann kommt man wieder.”

Was sind für euch digitale Nomaden und was macht sie aus? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar mit eurer Meinung.

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Julian Grandke

Julian ist Co-Founder von I Am Digital. Er arbeitet als Creative für eine Berliner Influencer Marketing Agentur und schreibt für verschiedene Blogs.

  • Schade, dass viele Unternehmen immer noch an alten Regeln festhalten und z.B. regelmäßige Home Office – Tage schon schwer oder gar nicht durchzusetzen sind.
    Selbst wenn man fast ausschließlich Netz-bezogene Arbeit verrichtet und über Messenger mit den Kollegen dauerhaft in Kontakt steht.

    Dabei gibt es zahlreiche Studien, die belegen, dass sich nicht nur das Lebensgefühl des Arbeitnehmers verbessert, sondern auch die geleistete Arbeit für das Unternehmen davon profitieren kann.

    • Ja, das ist wirklich schade und auf Dauer auch kein tragfähiges Modell mehr. Ich bewundere Unternehmen, die es geschafft haben eine Firmenkultur aufzubauen wo es keine Rolle spielt von wo man arbeitet.

      Bei mir war es so, dass ich das während dem Urlaub eines Kollegen nach Absprache mit meinem Chef einfach mal 1-2 Tage pro Woche ausprobiert habe. Allein schon durch die fehlende Fahrtzeit von täglich 1,5h war für mich viel gewonnen. Zudem war ich durch weniger Büroablenkungen deutlich produktiver an diesen Tagen. Seitdem arbeite ich fast jede Woche mind. 1 Tag zuhause und ab Oktober dann komplett.

      An den technischen Hilfsmitteln darf es heute echt nicht mehr mangeln. Man muss lediglich aktiv dafür sorgen sich regelmäßig mit den Kollegen auszutauschen, damit man nichts wichtiges verpasst bzw. die einen nicht vergessen. Dann ist das ein wirklich angenehmeres Arbeiten und Leben.