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Coworking in Berlin: Zu Besuch in der Mindspace Community

Coworking im Mindspace Berlin

Als ich im Februar letzten Jahres ein Interview mit Mindspace-Gründer Dan Zakai führte, bekam ich erste Einblicke in das etwas andere Konzept des Coworking-Unternehmens aus Israel. In der Folge eröffnete Mindspace seine ersten deutschen Workspaces in Berlin und Hamburg. Vor ein paar Wochen entschied ich mich den Berliner Mindspace auch einmal persönlich zu testen.

Der Berliner Space ist in der Friedrichsstraße angesiedelt. Unweit vom Brandenburger Tor tummeln sich hier zahlreiche Touris zum Shoppen und Sightseeing. Doch auch einige Startups haben sich in dieser Gegend in den letzten Jahren angesiedelt.

Willkommen in der Community

Der Berliner Mindspace besteht im Erdgeschoss nur aus einem gemütlichen Empfang. Wer hoch möchte in den sechsten Stock braucht hierzu entweder eine Mitgliedskarte für den Fahrstuhl oder eine Begleitung. Neue Mitglieder werden, wie ich an diesem Tag auch, von Community Managerin Emilia begrüßt.

Nach einer kurzen Einführung, werde ich zu meinem Arbeitsplatz geführt. Ich sitze in einem extra abgetrennten Arbeitsbereich für Freelancer und Entrepreneure. An diesem Freitagnachmittag ist der Betrieb hier übersichtlich. Mir wird erklärt, dass Arbeitsplätze hier auf Monatsbasis gemietet werden müssen. Das ist bereits ab 350€ möglich.

Da sich Mindspace als Community versteht, sind täglich wechselnde Coworker hier nicht gewünscht. Deswegen besteht auch der größte Teil des Mindspace aus kleinen Team-Büros. Ausgerichtet für zwei bis sechs Personen. Hier sitzen Mitarbeiter und kleine Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Von Software, Finance bis zu ausgelagerten Teams professioneller Sportvereine.

Dazu finden sich auf den beiden Stockwerken des Mindspaces einige Community-Bereiche, Meetingräume und Gemeinschaftsküchen. Getränke wie Wasser, Tee und Kaffee sind in den Kosten bereits inbegriffen. Die Einrichtung ist gemütliches Berliner hipster-chic.

Networking im Coworking-Space Mindspace Berlin Friedrichstrasse

Networking als Schlüssel

Für kleine Unternehmen bieten sich hier viele Networking-Optionen und Inspiration. Für ausgelagerte Teams ein direkter Draht zur internationalen Startup-Szene, die sich hier angesiedelt hat. Regelmäßige Community-Events und Happy Hours beschleunigen diesen Prozess.

An diesem Freitag ist eine russische Happy Hour geplant. In der Küche im siebten Stock ist ein russisches Buffet aufgebaut. Es gibt Wodka und für alle, die sich am späten Nachmittag noch nicht dazu in der Lage fühlen, auch Bier & Softdrinks. Die Gruppe an Menschen, die hier steht scheint sich bereits zu kennen. Es herrscht ein reger Austausch gemischt mit einer aufkommenden Wochenendstimmung.

Der Community-Aspekt so scheint es aber, wird hier tatsächlich gelebt und ist mehr als nur ein Buzzword der PR-Abteilung. Der Mindspace wird so auf den langfristigen Aufbau eines Netzwerks ausgelegt und aktiv durch den Einsatz eines Community Managers unterstützt. Dieser ist für Mitglieder, wie auch für mich an diesem Tag, jederzeit per Handy oder Mail erreichbar.

Mindspace expandiert: Konzept mit Erfolg

Mit dem verfolgten Konzept positioniert sich Mindspace in einem Coworking-Segment, welches, wie es scheint, großes wirtschaftliches Potential in sich birgt. Die Team-Büros in den ersten beiden Workspaces in Berlin und Hamburg waren rasant schnell belegt. Daher wurde wenig überraschend auch gerade die Eröffnung 3 weiterer deutscher Mindspaces angekündigt. Zwei weitere in der Hauptstadt und auch ein erstes in München werden wohl noch 2017 eröffnet.

Für Teams und Coworker, die gerne langfristig an einem Ort verbringen, ist Mindspace mit Sicherheit ein vielversprechendes Modell mit modernen Arbeitsbedingungen und starkem Potenzial. Zudem ist es möglich mit einer Membership-Karte, ähnlich wie bei Fitness-Ketten, alle Mindspace Locations zu nutzen. Spätestens hier wird es dann auch wieder für Coworker interessant, die etwas häufiger den Standort wechseln.

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Julian Grandke

Julian ist Co-Founder von I Am Digital und bastelt an seinem ganz persönlichen American Dream. Er arbeitet als Account Manager für eine Digital-Agentur in Berlin und schreibt für verschiedene Blogs.